Friedrich Lips

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 Freitag, 24.November 2017 14:03 

Cinema

S. Berinsky (1946-1998) CINEMA 8:06
V. Kobekin (*1945) Feiertag für zwei (1993)
für Bajan und Percussion
11:15
T. Sergejewa (*1951) Jasmin (1998)
Tango für Bajan und Klavier, gewidmet F. und S. Lips
9:04
A. Piazzolla (1921-1992) Tango Apasionado 2:01
I. Strawinsky (1882-1971) Tango 4:00
A. Schurbin (*1945) Sonata Nr 2 "Nostalgie oder Sonata quasi una..." (gewidmet F. Lips, 1982) 10:04
A. Shurbin Sonata Nr 3 "Spaziergang durch den njeskutschnij sad" (gewidmet F. Lips, 1984) 11:33
Gesamtspielzeit 56:38
Friedrich Lips, Bajan
2) Mark Pekarski, Percussion
3), 4), 5) Swjatoslaw Lips, Klavier
4), 5) Vladimir Toncha, Violoncello


Das Programm der CD besteht ausschließlich aus Originalwerken für Bajan, geschrieben im ausgehenden 20. Jahrhundert. "Cinema" - die verbindende Idee - gibt der CD den Namen und impliziert ein Kaleidoskop von Bildern, Aktionen, Charakteren, überraschenden Effekten, etc.

Sergei Berinski's CINEMA war ein Auftragswerk des Akkordeonverbands von Guipuzcoa (Spanien) und Pflichtstück beim internationalen Wettbewerb in Arrasate 1996. Die Abfolge von Bildern und Stimmungen erinnert an einen Szenenwechsel in Filmen von Charlie Chaplin. Das Stück ist dem Andenken an den italienischen Komponisten Nino Rota gewidmet, bekannt durch seine Kooperation mit Federico Fellini. Berinski zitiert auch eine der bekannten Melodien von Nino Rota.

Der aus Jekaterinburg (Ural) stammende Komponist Valeri Kobekin ist vor allem durch seine Opern bekannt. "Feiertag für zwei" wurde speziell für Friedrich Lips und den hervorragenden Perkussionisten Mark Pekarski geschrieben. Das etwa zehnminütige Werk ist fast durchgehend in G-Dur geschrieben; aus kleinen Grundmotiven entwickelt sich allmählich das frohe Bild eines Feiertags, das im Höhepunkt in zügelloser Freude gipfelt. Zur Verstärkung des Bildes wird (wie auch in der Kulmination von CINEMA) die Stimme des Interpreten hinzugefügt. Das Stück ist im Minimalstil geschrieben und erinnert meiner Ansicht nach auch an einige Szenen aus dem Ballett "Petruschka" von Igor Strawinski.

Tatjana Sergejewa ist nicht nur eine brillante Pianistin und Organistin, sondern zählt auch zu den talentiertesten und originellsten Komponisten ihrer Generation. In "Jasmin" wendet sie sich erstmals dem Bajan zu. Die fulminante Fantasie der Komponistin stellt an das Zusammenspiel der Interpreten höchste Anforderungen: ein mitreißender Tango, ein improvisiertes Jazzfragment, ein fröhlicher Walzer folgen aufeinander und erst am Ende taucht das Motiv der alten Romanze "Jasmin" auf, das auch die Idee für dieses Vater und Sohn - Friedrich und Swjatoslaw Lips - gewidmete Werk gab.

Der bekannte russische Komponist Aleksandr Schurbin verbindet in seinem Schaffen nicht nur Kammer- und Estradenmusik, sondern ist auch Autor der ersten russischen Rock-Oper "Orpheus und Eurydike". In den letzten Jahren lebte und arbeitete er in New York. Die Idee für die Sonate Nr 2 "Nostalgie oder Sonata quasi una..." stammt von Friedrich Lips. "Nostalgie" versinnbildlicht die Sehnsucht nach schönen alten Melodien und Rhythmen. "Quasi una..." - im Geiste von... (der Zuhörer muss selbst aktiv werden und etwas erfinden!). Erinnern wir an eine Analogie: Ludwig van Beethoven schrieb eine Sonata quasi una fantasia ("Mondscheinsonate") wie auch Alfred Schnittke - Quasi una sonata. Der Sonate liegt ein Kaleidoskop von verschiedenen Tanzmotiven zugrunde (Jazzfragment, Walzer für Drehorgel, A la Mozart, u.a.), untereinander verbunden durch energisch pulsierende Elemente. Eine derartige Musik ist besser verständlich in der lebendigen Atmosphäre eines Konzertsaals. Deshalb wird auf dieser CD der Mitschnitt eines Konzerts an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover aus dem Jahre 1982 vorgestellt.

Die Sonate Nr 3 "Spaziergang durch den Neskutschni Sad" ist auch auf Initiative von Friedrich Lips entstanden. Der "Neskutschni Sad" ist Teil des Gorki-Zentralparks in Moskau und eines der beliebtesten Erholungsgebiete der Moskauer. Nach einer vom Komponisten umgesetzten Idee des Interpreten treffen die Spaziergänger zuerst auf ein Blasorchester, dann ein Zigeunerensemble, schließlich eine alte Drehorgel ... Die sehr malerische und farbenfrohe Sonate ist Friedrich Lips gewidmet und in einer Aufnahme im Konzertsaal der russischen Gnessin-Musikakademie aus dem Jahre 1985 zu hören.

Der "Tango" von Igor Strawinski ist im Original für Klavier geschrieben und von Swjatoslaw Lips für Trio arrangiert. Die Interpretation ist absichtlich im langsamen Tempo gehalten. Das Geheimnisvolle, die Erwartung der Intrige, die emotional-leidenschaftliche Kulmination an der Grenze zur leichten Vulgarität sind die grundlegenden Unterschiede dieser Interpretation im Vergleich zu herkömmlichen.

Friedrich Lips nahm mit seinem Quintett "Piazzolla-Studio" in Japan eine ganze CD mit Musik von Astor Piazzolla auf. Mit diesem "Tango Apasionado", der im Schaffen des Interpreten einen besonderen Platz einnimmt, würdigt Friedrich Lips den einzigartigen argentinischen Bandoneonisten.
  Letztes Update der angezeigten Seite: 30.April 2009, 22:07 

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