Friedrich Lips

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 Freitag, 24.November 2017 13:56 

MISERERE



Die Musik auf dieser CD ist von Leid und inständigem Flehen geprägt ("Miserere" bedeutet "Erbarme Dich!").

Die "Gotische Suite" ist das bekannteste Werk des französischen Organisten und Komponisten Léon Boëllmann, dem ein nur kurzes Leben beschieden war. Die graphisch angelegte Musik beginnt mit "Introduction-Choral" und strebt in der Folge über "Menuet" und "Gebet" zur Kulmination in der "Toccata", wie auch die graphischen Gewölbe des gotischen Doms in die Höhe streben: himmelwärts zu Gott.

Miserere (Herr, erbarme Dich!) wurde im Jahre 1993 von Sergej Berinskij für Sopran, Bajan und Klavier geschrieben. Vielfältige Neuerungen in der Faktur zweier Instrumente schaffen zusammen mit dem ungewöhnlich ausdrucksstarken Sopran das Bild der von Reue erfüllten Magdalena, wie sie auf den Gemälden vieler ausgezeichneter Maler dargestellt ist (in diesem booklet in der Reproduktion der "Mystischen Kreuzigung" von Boticelli mit der reumütigen Maria Magdalena zu Füßen Christi und Tizian's "La Maddalena"). Das Werk ist Friedrich und Svjatoslav Lips gewidmet.

Das "Präludium in memoriam Vl. Solotarjov" von Vladimir Podgornji ist im Geist einer spontanen Improvisation geschrieben. Man spürt, dass der Autor vom tragischen Tod des bekannten Komponisten, den Podgornij sehr verehrte, tief erschüttert war. Das langsame Tempo, der punktierte Rhythmus, die kühne Intonation sowie die Ausweglosigkeit unterstreichen die Tragik in diesem kleinen Werk. Die Aufnahme stammt aus dem Konzertsaal des Königlichen Konservatoriums in Kopenhagen (1977).

"Fantasie in memoriam Alfred Schnittke" (1998). Im Jahre 1975 schrieb Alfred Schnittke aus Anlass des Todes von D. Schostakowitsch ein Präludium für Geige. 23 Jahre später reagierte Efrem Podgaits, einer der hervorragendsten russischen Komponisten der nächsten Generation, Autor einer Vielzahl von Solo-, Chor- und Orchesterwerken auf das Ableben von A. Schnittke seinerseits mit einer Fantasie für Bajan. Als sehr symbolhaft erweist sich die Verwendung des Monogramms von A. Schnittke - ASCH und des großen Bach - BACH: Genies verschiedener Epochen begegnen einander... Die Tangoepisode in der Mitte des Werkes ist ein Tribut an die Begeisterung A. Schnittkes an dieses "niedere" Genre. Bekanntlich verwendete Schnittke in seinem Schaffen wiederholt den Tango-rhythmus. Das in der Fantasie verwendete Thema stammt übrigens aus Schnittke's Musik zur Fernsehsendung über die kleine Tragödie "Gelage während der Pest" von A. Puschkin. Wie für Podgaits charakteristisch, endet dieses impulsive, energische und an vielfältigen Ausdrucksmitteln reiche Werk mit dem Tangorhythmus im Balg und reißt so wie ein erfülltes Leben viel zu früh und völlig unerwartet ab... Dieses erste Werk für Bajan von Efrem Podgaits ist Friedrich Lips gewidmet.

"Silenzio" wurde von der zeitgenössischen Komponistin Sofia Gubaidulina im Jahre 1991 geschrieben. Das Werk besteht aus einem Zyklus von fünf Stücken auf der Grundlage von Stille, Schweigen, Pausen sowie ruhigen Klängen. In der fein raffinierten Faktur erklingt das Bajan ungewohnt organisch mit Geige und Violoncello, den anerkannten Instrumenten der akademischen Interpretationskunst. Eines Tages zeigte Gubaidulina auf das Bajan und sagte dem Autor dieser Zeilen: "Wissen Sie, warum ich dieses Ungeheuer so liebe? Dafür, dass es atmet!" In der Kulmination des fünften Satzes übertragen die Streichinstrumente, auf der Grundlage eines ruhigen, aber bewegten Atems des Bajans und organisiert über dem Rhythmus der Fibonacci-Folge (1, 2, 3, 5, 8,13 u.s.w.), ihre Ausdruckskraft auf das Bajan, und hier erwacht dieses "Ungeheuer" in seiner Kadenz... Das Werk ist Elsbeth Moser gewidmet.

J.S. Bach's Choräle wurden im Rahmen einer Übertragung aus dem Konzertsaal der Russischen Gnessin-Musikakademie im Jahre 1979 aufgenommen.


L. Boellman: „Gotische Suite“ Introduktion – Menuett – Gebet- Toccata
S. Berinsky: „Miserere“ für Sopran, Bajan und Klavier
V. Podgornij: Präludium in memoriam Wl. Solotarjow
E. Podgaits: Fantasy in memoriam of Alfred Schnittke
S. Gubaidulina: “Silenzio” für Bajan, Violine und Violoncello
J.S. Bach: Drei Choralvorspiele g-moll, Es-dur, f-moll.

  Letztes Update der angezeigten Seite: 30.April 2009, 22:07 

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