Friedrich Lips

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 Montag, 20.November 2017 08:41 

SYMPHONIES OF THE CENTURY



Die beiden Konzertsinfonien Nr 1 und 2 von Wl. Solotarjow vermitteln ein völlig neues Bild vom Talent dieses Komponisten. Noch warten viele Werke der Kammer- und Chormusik auf ihre Aufführung, darunter das Oratorium "Festtage der Revolution" für 4 Chöre, Solisten, Erzähler und Symphonieorchester, das Gedicht "Martin Eden" nach Jack London für Alt und Kammerorchester, 2 Streichquartette ...
Die Konzertsymphonie Nr 1 für Bajan und Symphonieorchester (1972) ist die wesentlich erweiterte Neufassung des ersten Bajankonzerts aus dem Jahre 1965. Es handelt sich dabei nicht mehr einfach um einen konzertanten Wettstreit zwischen Solist und Orchester, sondern um ein wahrhaft symphonisches Gemälde mit orchestraler Entwicklung, wo dem Bajan die überaus wichtige Solopartie übertragen ist. Die vierteilige Symphonie ist voll und ganz von der romantischen Lebensauffassung des jungen Komponisten durchdrungen. Episoden hoher Vergeistigung verbinden sich logisch mit der Musik, die Kraft, Männlichkeit und Optimismus der Jugend verkörpert. Besonders hervorzuheben sind die prächtigen Klangfarben der Partitur. Die Vielfalt der Orchesterfarben, die die reiche Bajanpartie harmonisch ergänzen, zeigt, dass der Komponist die Möglichkeiten des Orchesters ausgezeichnet kennt, wofür auch seine hochprofessionelle Instrumentierung spricht. Die Symphonie ist der Schriftstellerin Marietta Schaginjan gewidmet, mit der der Komponist bekannt war.
Die Konzertsymphonie Nr 2 für Bajan und Symphonieorchester stellt die wohl größte Tragödie im Schaffen Wladislaw Solotarjows dar. Im Zentrum des vierteiligen Freskos wird die Idee des Todes als ultimative Erfahrung dargestellt. Und wenn früher, etwa in der Dritten Sonate, nach dem Kampf mit den finsteren Mächten Harmonie und Klarheit einkehrte, so wird hier beim Untergang des Weltalls, bildlich gesprochen, der Becher bis zur bitteren Neige getrunken. In den ersten beiden Sätzen sind große meditative Abschnitte in der Dodekaphonie geschrieben (diese Kompositionstechnik mit einer Reihe von zwölf sich nicht wiederholenden Tönen wurde erstmals vom österreichischen Komponisten A. Schönberg angewendet). Im zentralen dritten Satz baut sich nach und nach die Energie auf, die im Abschnitt "Bacchanalia" buchstäblich platzt und auf ihrem Weg alles hinwegfegt. Es erklingt das unheilvolle Thema der Posaunen aus der Achten Symphonie A. Bruckners. Die plötzlich auftauchende, einsame menschliche Stimme (Sopran) geht hoffnungslos im Wirbel des Chaos unter. Schließlich beginnen alle Orchestermusiker in der Kulmination, wo die unglaublich gewaltige Spannung an ihre Grenze stößt, mit den Beinen zu stampfen, sich halbtot zu lachen, zu pfeifen und zu schreien: "Morte! Morte!" (Tod! Tod!) Und als Spitze der Kulmination - der Klang zerbrechenden Glases... Die Symphonie endet mit einem sehr kurzen vierten Satz, dem Epilog, wo Abwärtsglissandi der Streicher das Bild vervollständigen: die Materie löst sich auf ins Nichts... Die Symphonie ist dem Dirigenten Gennadij Roschdjestwenskij gewidmet.
  Letztes Update der angezeigten Seite: 30.April 2009, 22:07 

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