Friedrich Lips

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 Samstag, 24.Juni 2017 10:39 
THE LAST SUPPER

THE LAST SUPPER

Lips CD 018
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1) S. Gubaidulina (*1931)

Partita “Sieben Worte” für Violoncello, Bajan und  Kammerorchester (gewidmet F. Lips und V. Toncha)

1. Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun

4:22

  2. Weib, siehe, das ist dein Sohn - Siehe, das ist deine Mutter         

4:02

  3. Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein

3:44

  4. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 

8:17

  5. Mich dürstet.

5:42

 

6. Es ist vollbracht.

3:48

 

7. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.

4:37

2) Vl.Solotarjov (1942-1975)

„Kloster von Ferapont. Meditation über die Fresken von Dionisij“ für Bajan Solo   

  4:08
3) M. Bronner (*1952) „Judas-Passion“ für Bajan und Kammerorchester (gewidmet F. Lips)    25:29
4) J.S. Bach (1685-1750) "Ich ruf' zu Dir, Herr Jesu Christ", BWV 639   3:26
Gesamtspielzeit   67:55

Friedrich Lips, Bajan

1)Vladimir Toncha, Violoncello

    Shisei Nihon Symphonie-Orchester; Dirigent: Yuji Takahashi

    Live-Aufnahme in der Suntory Hall, Tokio, 27. März 1990

3) Kammerorchester des Nathalia Sats-Kindermusiktheaters

    Dirigent: Viktor Jakowlew

    Live-Aufnahme im Großen Saal des Hauses der Komponisten,

    Moskau, 25. Februar 2002

Das Thema der Kreuzigung erregte bereits im Laufe vieler Jahrhunderte das Interesse hervorragender Künstler wie Maler, Dichter und Komponisten. Die berühmten Worte Jesu Christi am Kreuze bildeten die Grundlage für wohlbekannte Zyklen von H. Schütz (vor 400 Jahren) und J. Haydn (vor 200 Jahren). Und jetzt blickte mit S. Gubaidulina eine der bedeutendsten Komponistinnen der Moderne auf das grandiose Geschehen der letzten 2000 Jahre. Sie benötigte aber für die Darstellung des Gedankenguts, abgesehen von den klassischen Instrumenten, völlig neue musikalische Farben. Sie wählte das Bajan für die Rolle von Gott-Vater, das Violoncello meist für Gott-Sohn und manchmal den Heiligen Geist. Dem Orchester wird die Rolle des erzählenden Evangelisten anvertraut. Manchmal werden alle Rollen auch untereinander ausgetauscht. Erinnern wir uns an die berühmten Worte, die S. Gubaidulina’s Partita „Sieben Worte“ für Violoncello, Bajan und Kammerorchester zugrunde liegen:

1. Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

2. Wahrlich, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.

3. Weib, siehe deinen Sohn... Siehe deine Mutter.

4. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

5. Mich dürstet.

6. Es ist vollbracht.

7. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.

            Das Stück „Kloster von Ferapont. Medidation über die Fresken von Dionisij“ wurde von Wl. Solotarjow nach Besuch dieses Klosters im Norden Russlands im Gebiet von Wologda geschrieben. Die von dem großen russischen Maler Dionisij in seiner originellen Art geschaffenen Fresken über biblische Inhalte hinter ließen auf den Komponisten einen ungeheuren Eindruck.

            Das Geheimnis des Verrats des Judas stellt schon seit mehr als 2000 Jahren ein Rätsel für die Menschheit dar. Nach einer der Versionen über das Geheimnis des „Letzten Abendmahls“ sagte der Jünger zum Meister: es ist mir befohlen, Dich zu verraten. Darauf antwortete Jesus Christus: tu, was Du tun musst, und es soll so sein, wie es sein wird. Die Bestätigung dafür findet sich im unlängst aufgefundenen Evangelium nach Judas, wo sich Judas Ischariot als bester Jünger Jesu Christi erweist. Demnach hat der Meister angeblich selbst Judas gebeten, ihn zum Opfer zu bringen, um so die Seele Christi vom menschlichen Leib zu befreien. In der Tat wäre die Geschichte des Christentums ohne diesen Verrat eine völlig andere. Auf eben diesem komplizierten Rätsel basiert das Werk von M. Bronner, einem der bedeutendsten Komponisten Russlands. Es gelingt ihm, die Verwirrung in der Seele des Judas sehr glaubwürdig zu vermitteln, seine Zweifel und Ruhelosigkeit sowie den Zwiespalt im Bewusstsein eines der besten Jünger, der seinen Meister verraten soll. Die Musik hält die ganze Zeit sowohl Interpreten, als auch Zuhörer in Spannung und lässt sie keinen Moment locker. Ab der Mitte des Werkes flüstern die Orchestermusiker einige Male das Wort „Judas“, das zu guter Letzt fragend erklingt: „Judas?“. Diese Frage steht seit zwei Jahrtausenden offen im Raum und niemand kann eine Antwort darauf geben. Die „Judas-Passion“ von M. Bronner gibt auf dieses Rätsel unserer Welt auch keine...

Den Abschluss des Programms dieser CD bildet J.S. Bach’s Choralpräludium “Ich ruf’ zu Dir, Herr Jesu Christ”, BWV 639, wo durch die Hinwendung zu Gott weiter  über die Ewigkeit meditiert wird.

           

  Letztes Update der angezeigten Seite: 9.September 2009, 18:39 

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