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| Sonntag, 5.September 2010 |
00:56
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INTERVIEW VON
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Durchgeführt an der Royal Academy of Music, London
28. Februar 1999 von Kevin
Friedrich,
Übersetzer: Herbert
Scheibenreif und Faithe
Deffner
Accordions Worldwide möchte
Herbert Scheibenreif für seine Übersetzung dieses Interviews
von der englischen in die deutsche Sprache danken.
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Q.
Wie haben Sie mit dem Akkordeon begonnen?
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A. Mein Vater
arbeitete in einer Kohlenmine, aber er liebte die Musik sehr. Er spielte
einige Instrumente wie Bajan, Violine, Trompete und Balalaika. Ich hörte
oft meinem Vater zu, als er auf dem Bajan spielte. Im Alter von 5 Jahren
begann ich, mit meinem Vater Bajan zu lernen. Ich hörte ihm zu, nahm
dann das Instrument und spielte wie er Volksmusik: Polkas und Walzer.
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F.
Warum haben Sie eher das Akkordeon als andere Instrumente ausgewählt?
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A. Mein Vater
liebte das Bajan am meisten und spielte es mehr als die anderen
Instrumente. Ich wählte das Bajan weil mir der Klang so sehr gefiel.
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F.
Erzählen Sie uns etwas über die Stadt, in der Sie geboren sind, und wo
in Russland liegt sie?
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Meine Vorfahren
waren vor mehr als 200 Jahren unter der Regentschaft von Katharina II
von Deutschland nach Russland gekommen. Sie lebten nahe der Wolga in der
Nähe der Stadt Saratow. Während des 2. Weltkriegs wurde die Familie
meiner Eltern in den Ural verbannt. In der Folge lernten sich meine
Eltern im Ural kennen, wo ich am 18. November 1948 geboren wurde. Meine
Eltern siedelten sich nahe Tcheljabinsk an, das im südlichen Ural
liegt.
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F.
Welche Rolle spielten Ihre Eltern in Ihrer frühen Musikerziehung?
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A. Es war nur
der erste Impuls zu Beginn, dann war ich bis zum Alter von 11 Jahren
Autodidakt. In diesem Alter begann ich Stunden zu nehmen, und zwar in
einer kleinen Musikschule, die in Jemanschelinsk geöffnet hatte,
getrennt von der Pflichtschule. Während des Tages besuchte ich die
Pflichtschule und drei oder vier Tage pro Woche ging ich danach in diese
spezielle Musikschule. Normalerweise lernt man dort 7 Jahre, aber nach 4
Jahren ging ich bereits auf eine Musikmittelschule in Magnitogosk.
Dieser Kurs dauert an und für sich 4 Jahre, aber bereits nach 3 Jahren
empfahl mir mein Lehrer Jewgenij Kudinow, die höchste Ausbildungsstufe
zu besuchen, das Gnessin Institut in Moskau.
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F.
Erzählen Sie uns über Ihre frühen Lehrer?
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A. (1) Während
der ersten Jahre in Jemanschelinsk, nahm ich Unterricht bei Herrn
Brysgalin.
(2) An der Musikmittelschule in Magnitogosk, studierte ich mit Herrn E.
Kudinov.
(3) Ab 1967 studierte ich mit Professor S. Kolobkov am Gnessin Institut
in Moskau.
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F.
Gibt es lustige Erinnerungen in Ihrer Konzertpraxis?
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A. Meine
lustigen Erinnerungen setzen sich bis heute fort. Ich erinnere mich an
eine Begebenheit bei einem Konzert in Russland. Ich kam im Konzertsaal
an, wollte mich umsehen, stoppte im Foyer und betrachtete ein großes
Plakat, das mein Abendkonzert ankündigte. Oben stand mein Name und
darunter standen die Namen der Komponisten, die an diesem Abend aufgeführt
werden sollten, darunter Liszt, Franck and Bach. Als ich das Plakat
betrachtete, kam die Putzfrau vorbei und fragte mich, ob ich diesen
Abend spielen sollte. Ich bejahte. Sie fragte mich weiter, wo die
anderen wären, und ich sagte ihr, dass ich allein spielen würde. Sie
fragte weiter, ob ich allein sein würde und drückte schließlich ihr
Bedauern darüber aus, dass alle anderen krank geworden waren. Sie
dachte wegen des Plakats, dass es sich um ein Friedrich Lips -Festival
handelte, und dass alle Komponisten die aktiven Künstler des Abends wären!
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F.
Haben Sie bleibende Eindrücke von Ihren Lehrern?
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A. Es war mein
größter Eindruck von Herrn Brysgalin, als er mir sagte, ich müsste
eines Tages auf das Gnessin Institut gehen. Diese Feststellung hinterließ
einen großen Eindruck auf mich, weil das Gnessin Institut so berühmt
war. E. Kudinov beeindruckte mich damit, dass ich beim Spielen immer
vorausdenken müsste. Prof. S. Kolobkov (mein Professor am Gnessin
Institut) beindruckte mich damit, dass jeder Ton wichtig sein muss!
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F.
Erzählen Sie uns über Ihre Studien am Gnessin Institut?
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A. Ich
verbrachte insgesamt sieben Studienjahre am Gnessin Institut, die ersten
fünf von 1967 - 1972, und dann die letzten zwei als Aspirant von 1972 -
1974.
In Verbindung mit meinen Bajanstunden mußte ich Dirigieren studieren.
Nach Ende des Studiums kann man auch als Dirigent arbeiten (Fedoseyev,
aktueller Dirigent der Wiener Symphoniker, und früherer Dirigent der
Moskauer Symphoniker war ein Bajanist, der diese Alternativkarriere wählte).
Meine Lehrer versuchten mich zu ermutigen, meine Talente im Dirigieren
zu verfolgen, ich wählte jedoch das Bajan, weil es mein bevorzugtes
Instrument war. Mit meinem Akkordeon kann ich sagen, was ich mit Worten
nicht sagen kann. Ich spreche durch mein Akkordeon.
Beim Spiel und beim Unterricht denke ich stets wie für ein Orchester.
Ich vergleiche die Töne in Stücken mit verschiedenen
Orchesterinstrumenten. Ich spiele mein Akkordeon wie man eine Orchester
dirigieren würde. Ich liebe die Macht eines Orchesters, und ich fühle,
dass sowohl ein Solist als auch ein Dirigent viel Kraft und einen
starken Willen besitzen sollte. Wenn man auf der Bühne sitzt, muss man
seinen Willen und seine Gefühle auf das Publikum übertragen. Die
innere Stärke macht einen großen Eindruck auf das Publikum. Hat man
keine bedeutenden inneren Gefühle, verliert das Publikum sein
Interesse. Die innere Musikalität muss "vital" sein.
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F.
Gibt es Lehrer oder Künstler, denen Sie für ihre Inspiration zu Ihrer
musikalischen Karriere besondere Anerkennung zollen? Frage von Heather
Masefield.
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A. Ich fühle,
dass es ein großes musikalisches Erbe gibt, zu dem ich beizutragen
hoffe, Ich habe einige Dinge, die mich inspiriert haben. Die Musik von
Bach ist die tiefste und reichste, die man in der Musikkultur finden
kann. Als Student wollte ich die ganze Orgelmusik spielen. Ich bemerkte,
dass ich nicht alles tun konnte, außerdem liebte ich auch die Musik von
Messiaen und Liszt.
Mein Lehrer am Gnessin Institut, Prof. Kolobkov inspirierte mich auch
sehr und während meiner Zeit am Gnessin Institut begegnete ich
Solotarjow und wir wurden Freunde.
Meine Feundschaft mit Solotarjow veränderte meine Denkweise. 1969
gewann ich den Wettbewerb in Klingenthal. Ich war jedoch nicht glücklich
mit dem Niveau der Originalmusik, deshalb wollte ich Transkriptionen der
Meisterwerke für Orgel spielen. In dieser Zeit traf ich Solotarjow, mit
dem ich sofort Freundschaft schloss. Ich hörte seine Partita und sollte
sie als zweiter spielen. Ich identifizierte mich sofort mit Solotarjow's
Musik. Solotarjow besuchte dann eines meiner Konzerte und war ebenso
beeindruckt von meinem Spiel. Solotarjow schrieb sofort seine zweite und
dritte Sonate sowie die Spanische Rhapsodie.
Solotarjow sagte mir, dass es sicher die richtige Richtung war,
Originalmusik zu spielen, weil jedes Instrument seine Identität
braucht. Er sagte mir, dass ich davon träumen muss, dass Komponisten
wie Gubaidulina etc für das Akkordeon schreiben. Zu dieser Zeit war
Gubaidulina bereits berühmt, aber sie und andere Komponisten wurden von
der Regierung nicht unterstützt, weil sie Musik schrieben, die als
andersartig und experimentell betrachtet wurde.
1972 spielte ich für den berühmten Komponisten Alfred Schnittke in
seiner Wohnung, während ein anderer berühmter Komponist E. Denisow auf
das Gnessin Institut kam, um mich zu hören. Während dieser Zeit wollte
Solotarjow Mitglied der Komponistengewerkschaft in Russland werden. Das
war jedoch nicht einfach, Gubaidulina hörte Solotarjow's und empfahl
ihn, wodurch er Mitglied dieser berühmten Organisation wurde. Dies
stand am Anfang der Freundschaft zwischen Gubaidulina und mir.
Am 13. Mai 1975 beging Solotarjow Selbstmord. Ich war in Klingenthal zu
dieser Zeit und kehrte am Tag danach nach Hause zurück, wo ich ein
Telegramm mit dieser Nachricht erhielt. Am nächsten Tag fand das Begräbnis
statt.
Diese Tragödie inspirierte Gubaidulina, etwas für das Bajan zu
schreiben, deshalb hatte sie viele Diskussionen mit mir, in denen ich
ihr viel über das Bajan erklärte. Das Ergebnis davon war Gubaidulina's
"De profundis".
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F.
Wann waren Ihre ersten professionellen Konzerte?
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A. Mein erstes
Solokonzert war in Magnitogorsk, im Herbst 1969, nachdem ich Klingenthal
gewonnen hatte. Es war ein ganzes Konzert, in zwei Teilen.
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F.
Wann war Ihre erste internationale Konzertreise und in welche Länder?
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A. Meine erste
internationale Konzertreise war mit einer Gruppe, die in Länder wie die
Mongolei, Finnland und andere skandinavische Länder reiste.
Mein erstes Engagement als Solist außerhalb Russlands hatte ich 1975
als Gast in Klingenthal. Ich spielte die dritte Sonate von Solotarjow im
Festkonzert. Bei dieser Gelegenheit knüpfte ich einige europäische
Kontake, die zu Konzerten führten, wie in Polen 1977. Zu dieser Zeit
war es äußerst schwierig, ins Ausland zu reisen, wodurch
internationale Konzertreisen nur sehr begrenzt möglich waren.
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F.
Einer Ihrer größten Erfolge bei internationalen Wettbewerben war
Klingenthal 1969. Wie wichtig war dieser Erfolg für Ihre Karriere?
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A. Ich war
eingeladen als Sieger zurückzukommen, was mir viele Vorteile brachte.
In der ehemaligen Sowjetunion waren Musik und Sport sehr wichtig. Zu
einer Zeit, da es viele Probleme mit der Wirtschaft und der politischen
Lage gab, konnte die Sowjetunion als das in der Welt führende Land bei
diesen Wettbewerben angesehen werden. Es brachte auch die äußerst
seltenen Gelegenheiten, ins Ausland zu reisen. Sieger kamen zurück als
Helden! Der Kulturminister lud Sieger (mich eingeschlossen) in seine
Residenz ein.
Dadurch gab es bereits auf nationaler Ebene einen harten Wettbewerb um
das Recht, an einem internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können.
Das Prestige und die mit einem Wettbewerb verbundenen Gelegenheiten
waren sehr verlockend.
Der Ruhm, Wettbewerbe zu gewinnen, hat nun mit der heutigen Form der
Regierung stark abgenommen, wo es finanzielle Zwänge bei der Unterstütztung
der Künste gibt.
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F.
Wie hat sich ihre musikalische Karriere auf Ihr Privatleben ausgewirkt?
Frage von Dellwyn Ellis.
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A. Meine Gattin
ist auch Musikerin (eine Domra Lehrerin an der Gnessin Akademie),
deshalb versteht sie mein Leben sehr gut. Unser Leben ist unser Beruf,
unser Beruf ist unser Leben.
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F.
Haben Sie Familie und teilt sie Ihr Interesse an der Musik?
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A. Wir haben
zwei Kinder Swjatoslav and Christina. Swjatoslav ist ein begabter
Konzertpianist (25 Jahre alt im März). Er arbeitet an einer Aspirantur
am Tschaikowsky Konservatorium. Er hat neulich zwei internationale
Klavierwettbewerbe gewonnen. Einer fand in Barcelona statt, wo er sich
gegen 106 internationale Konkurrenten durchsetzte, und der andere in
Italien.
Unsere Tochter Christina wird 16 Jahre alt im April und besucht eine
"Englische Schule" in Moskau. Sie hat sich noch nicht für
eine bestimmte Laufbahn entschieden, aber sie zeigt Interesse am
Journalismus.
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F.
Welche andere Musik außer Akkordeon hören Sie am liebsten?
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A. Ich höre
gerne Symphonien und Orgelmusik. In der Tat höre ich gerne jede
"gute" Musik.
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F.
Beschreiben Sie Ihre Stellung an der Gnessin Akademie in Moskau und
welche Pflichten beinhaltet diese Stellung?
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A. Ich begann
1971 am Gnessin Institut zu unterrichten. Ich wurde 1974 Assistent und
1982 Dozent. Schließlich wurde ich 1989 zum Professor ernannt.
1996 wurde ich Vorstand der Abteilung für Volksinstrumente. Zu dieser
Abteilung gehören Instrumente wie Akkordeon (Knopf- und
Pianoakkordeons), Balalaika, Domra and Gitarre.
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F.
Könnten Sie einige Merkmale des Ausbildungsprozesses an der Gnessin
Akademie beschreiben, die Sie als einzigartig ansehen?
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A. Verglichen
mit anderen Ländern auf dem gleichen Ausbildungsniveau, ist der große
Wert einzigartig, der auf unserer Akademie auf das Dirigieren gelegt
wird. Gnessin ist die höchste Ausbildungsstätte für Akkordeon in
Russland, und eine der höchsten in der Welt. Die Qualität und Anzahl
der Lehrer ist ebenfalls einzigartig. Gnessin ist bekannt dafür, das
erste Institut zu sein, wo das Akkordeon auf dem gleichen Niveau mit
anderen Instrumenten studiert werden konnte. Das Gnessin Institut (seit
1993 Akademie) wurde 1944 gegründet, das Bajanstudium begann 1948.
Insoferne feierte die Abteilung für Bajan im Vorjahr ihr 50 jähriges
Bestehen.
Ein anderes typisches Merkmal für die Gnessin Akademie ist die Anzahl
von Lehrern. Bei 10 bis 12 Lehrern wird alles demokratisch entschieden.
In anderen Schulen kann ein Lehrer frei einen besonderen Stil oder eine
Unterrichtsmethode einführen, aber an der Gnessin Akademie wird alles
vom Lehrerkollegium gemeinsam entschieden. Sogar bei Prüfungen besteht
die Jury aus vielen Lehrern, die die Studenten beurteilen. Dies ist
ziemlich einzigartig in der Akkordeonwelt, so viele Akkordeonlehrer an
einer Schule zu haben. Die Studenten verfügen über das musikalische
Wissen von einigen Lehrern und erreichen dadurch einen viel breiteren
musikalischen Hintergrund.
Durchschnittlich sind fünf bis sieben Lehrer an jedem Konservatorium.
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F.
Wird die Gnessin Akademie von der Regierung unterstützt und von welchem
Ministerium? Bezahlt die Regierung auch die Lehrer?
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A. Die Gnessin
Akademie wird nach wie vor von der Regierung unterstützt, jedoch wurden
diese Zuschüsse drastisch gekürzt. Die Lehrer werden ebenfalls von der
Regierung bezahlt. Die Unterstützung war viel größer während der
Zeit der Sowjetunion.
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F.
Unterscheiden sich die Akkordeonstudien von anderen Instrumentalkursen?
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A. Nein, die
Akkordeonstudien sind auf genau dem gleichen Niveau wie die anderen
Instrumente.
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F.
Wie viele Akkordeonstudenten studieren zur Zeit an der Gnessin Akademie?
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A. Es gibt zur
Zeit etwa 80 inskribierte Studenten an der Gnessin Akademie.
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F.
Können Leute von anderen Ländern als Russland dort studieren?
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A. Ja, ausländische
Studenten können die Gnessin Akademie besuchen. Die Kurse dauern fünf
Jahre. (Man kann auch für ein oder zwei Jahre kommen, wenn man kürzere
Studien betreiben möchte).
Die Akademie nimmt nur 12 Akkordeonisten für den ersten Jahrgang auf.
Zusätzliche Studenten müssen extra bezahlen. Ausländische Studenten
zahlen in jedem Fall. Um die Gnessin Musikakademie besuchen zu können,
muss man eine Aufnahmsprüfung bestehen, die aus einem Vorspiel sowie
theoretischen Prüfungen aus Musiktheorie, Harmonielehre und einem
Musikdiktat besteht.
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F.
Wie sind die Beziehungen zwischen der Akkordeonfakultät und den Fakultäten
anderer Instrumente an der Gnessin Akademie?
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A. Die
Akkordeonfakultät wird gleich behandelt wie andere Abteilungen.
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F.
Welche sind einige Ihrer hervorragendsten Schüler?
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A. Aus Russland:
V. Muntjan, V. Dolgopolow, S. Najko, P. Gerter, E. Seit-Abdulow, I.
Kurtew, W. Korol, D. Sacharow, J. Prochorow, A. Tschernikow, I. Jarosch,
J. Kalaschnikow, V. Dubowik, A. Uschakow, A. Artemjew, A. Kowtun, V.
Tschugunow, P. Saizew, A. Schmykow, E. Grechow, T. Semitschastnova, A.
Sebastian, A.. Antonow aus Frankreich: Max Bonnay, Christiane Bonnay,
Jean Luc Manca, J. Borto, aus Jugoslawien: B. Belitsch, S. Zwetitsch, S.
Volijavec, D. Michailowitsch und aus Spanien:, I. Alberdi.
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F.
Wie haben sich die politischen Veränderungen der letzten 10 Jahre in
Russland auf die professionelle Karriere eines Akkordeonisten
ausgewirkt?
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A. In der Zeit
der ehemaligen Sowjetunion hatte ich etwa 50 Konzerte im Jahr, die für
alle Preisträger von Wettbewerben geplant waren, eingeschlossen Bajan.
Jetzt spielt man nur, wenn jemand organisiert und einlädt. Jetzt
bekomme ich mehr Konzerte im Ausland als zu Hause. Man bekommt auch viel
mehr Geld und das Reisen ist auch viel leichter.
Heutzutage ist es viel schwieriger für junge Studenten als früher, als
den Siegern von Wettbewerben viele Konzertmöglichkeiten garantiert
wurden.
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F.
In den letzten Jahren waren Sie oft Juror bei internationalen
Wettbewerben. Was sind die Stärken und Schwächen solcher Wettbewerbe?
Empfehlen Sie sie Ihren Schülern?
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A. Positiv
spricht für Wettbewerbe folgendes:
Ich denke, dass Wettbewerbe für junge Spieler sehr wichtig sind. Wenn
sich jemand für einen Wettbewerb vorbereitet, entwickelt er sich und
macht ständig Fortschritte, der Wettbewerb liefert den Impuls für
diese Entwicklung.
Die negative Seite von Wettbewerben:
Die Jury anerkennt oft nicht die Individualität eines Kandidaten. Sie
bevorzugen ihre eigenen Interpretationen. Wenn ein hervorragender
Kandidat eine neue Interpretation oder ein neues Arrangement vorträgt,
kann das für ihn mit Nachteilen verbunden sein.
Das Hauptproblem ist, dass wir viele bedeutende Preisträger aus vielen
verschiedenen Ländern haben. Nur wenige davon sind mangels an
Gelegenheiten imstande, ihre Auftritte fortzusetzen. Der Wettbewerb ist
der Höhepunkt des Studiums, und nur wenige machen danach weiter. Die
meisten bauen danach stark ab und lernen kein neues Repertoire.
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F.
Wie können wir Ihrer Meinung nach das Akkordeon populärer machen?
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A. Wir sollten
mit anderen Instrumentalisten, Komponisten, Orchestern zusammenarbeiten.
Wenn die Leute die Vorzüge des Akkordeon im Vergleich zu anderen
Instrumenten sehen, kann dies helfen, bei anderen Musikern und dem
Publikum Anerkennung zu erlangen.
Wir müssen uns zusammen mit anderen Instrumenten präsentieren, um die
so wichtige Anerkennung zu bekommen.
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F.
Wie ist das Verhältnis von männlichen und weiblichen Studenten an der
Gnessin Akademie?
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A. 80% männliche,
20% weibliche. Das Bajan ist ein "männliches" Instrument. Die
meisten Finalisten bei internationalen Klavierwettbewerben sind
ebenfalls männlichen Geschlechts.
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F.
Erzählen Sie etwas über Ihr Instrument?Gibt es einzigartige Merkmale?
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A. 1990 erzählte
mir Mogens Ellegaard in Amsterdam, dass Massimo Pigini
ein besonderes Instrument bauen möchte und fragte mich nach Anregungen.
Ich sagte Ellegaard, dass die kleinen Dinge da und dort nicht wirklich
viel halfen, und was ich wollte, war ein italienisches Instrument, aber
mit meinen eigenen russischen Stimmplatten. Für mich haben die
russischen Stimmplatten eine tiefe Macht und ich habe mich daran gewöhnt.
Massimo Pigini stimmte zu und baute zwei neue "Mythos"
Instrumente, eines für mich und eines für Ellegaard. Das waren die
ersten beiden Instrumente dieser Art. So vereint mein Mythos
italienische Mechanik mit meinen russischen Stimmplatten.
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Q.
Sie haben viele Workshops und Seminare in verschiedenen Ländern
gehalten. Beschreiben Sie die Themen, die Sie als die wichtigsten für
Workshops ansehen und warum?
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A. Zu den
Themen, die ich gerne in Workshops präsentiere, gehören die folgenden:
1. Das Werk von Solotarjow für Akkordeon.
2. Das Werk von Gubaidulina für Akkordeon.
3. Neue Originalmusik aus Russland
4. Tonbildung
5. Balgtechnik
6. Konzertpraxis
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F.
Sie sind der Autor des Buchs "Die Kunst des Bajanspiels", das
in Moskau bei Muzika und in der deutschen Übersetzung bei Intermusik
Schmülling in Deutschland herausgegeben wurde. Was veranlasste Sie,
dieses Buch zu schreiben? Was sind die Ziele dieses Buchs?
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A. Nachdem ich
mit dem Unterrichten begonnen hatte, machte ich mir Notizen darüber,
was ich meine Studenten ständig lehrte. Ich wußte, es gab eine Menge Bücher
über die Geschichte des Akkordeons und auch für Anfänger, aber nicht
für den fortgeschrittenen Studenten. Ich notierte weiter, was mir auf
Reisen, zum Beispiel im Flugzeug, einfiel. Wenn ich über eine Idee
nachdachte, schrieb ich sie auf. Ich teilte meine Notizen in vier
Kapitel auf: Tonbildung, Spieltechnik, Interpretationsfragen und
Konzertpraxis.
Ich stellte dieses Buch Ende 1981 im Alter von 33 Jahren fertig. Das
Buch wurde schließlich 1985 herausgegeben
Ich habe jetzt
ein neues Buch geschrieben, das bald veröffentlicht werden soll. Mein
neues Buch heißt "Die Kunst der Bajantranskription".
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F.
Sie haben eine Reihe von Artikel geschrieben. Sind diese für das
Publikum erhältlich und falls ja, wie können sie Leser bekommen?
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A. Ich habe
viele Artikel geschrieben, die in russischer Sprache veröffentlicht
sind. Diese Sammlung heißt "Bajan und Bajanisten". Möglicherweise
werden diese Artikel in Zukunft auf englisch übersetzt und publiziert.
Ich schrieb auch einen Artikel über Solotarjow. Mein ursprünglicher
Artikel wurde von einigen Leuten wie Tschaikin zensuriert. Es ist jedoch
möglich, dass ich jetzt meinen Originalartikel veröffentlichen werde.
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F.
Wie viele Konzerte haben Sie im Lauf Ihrer Karriere schätzungsweise
gespielt?
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A. Ich habe in
30 Jahren ungefähr 2000 Konzerte gespielt. Letztes Jahr feierte ich
meinen 50. Geburtstag und auch 30 Jahre künstlerischer Aktivitäten.
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F.
Geben Sie Ihre interessantesten und wichtigsten Aufführungen an.
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A. Ich habe mehr
als 50 Uraufführungen gespielt und einige der wichtigsten sind:
Solotarjow - 3. Sonate
Solotarjow - 2. Konzertsymphonie
Gubaidulina - De profundis
Gubaidulina - Sieben Worte
Gubaidulina - Et Exspecto
Denisow - Von der Finsternis zum Licht
Ich bin in folgenden Konzertsälen aufgetreten: Tschaikowsky
Konservatorium (Moskau), Concertgebouw (Amsterdam), Santory Hall
(Tokio), Lincoln Center (New York), J.F. Kennedy Center (Washington DC).
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F.
Beschreiben Sie Ihre "ungewöhnlichste" und
"humorvollste" Konzertsituation?
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A. Ich erinnere
mich an einen meiner Auftritte im Norden Russlands. Mein Konzert nahm
einen sehr guten Verlauf, mit einem sehr begeisterungsfähigen und
warmen Publikum. Während eines meiner Stücke, bemerkte ich im Saal
einen Hund, der sich zur Tür bewegte, um hinauszugehen. Die Tür war
geschlossen, sodass der Hund begann, nach einem anderen Weg hinaus zu
suchen. Der Organisator des Konzerts sah das und versuchte den Hund
einzufangen, um ihn dann hinauszubringen, der Hund lief ihm jedoch
davon. Als ich weiterspielte, begann der Mann zu meiner großen Überraschung,
quer durch den Konzertsaal hinter dem Hund herzulaufen, um ihn
einzufangen!
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F.
Wann nahmen Sie Ihre erste LP, CD oder Kassette auf?
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A. Meine erste
Aufnahme war 1971 eine LP. Es war nur eine kleine Schallplatte, jedoch
mit 33 Umdrehungen.
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F.
Wo können Interessierte meine Aufnahmen erwerben?
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A. Am besten
besuchen Interessierte, die meine Aufnahmen erwerben wollen, meine Webseite,
wo man das Programm und die Beschreibung aller CDs finden und sogar
einige Klangbeispiele anhören kann. Ich verkaufe meine Aufnahmen auch
bei Konzerten.
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F.
1991 wurde Ihre CD "Sieben Worte" in Paris mit der
"Goldenen Stimmgabel" ausgezeichnet. Wie kam es, dass Sie
gerade diese spezielle Komposition aufgenommen haben?
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A. Das war ein
spezielles Projekt auf Vorschlag des russischen Musiklabels 'Melodia.'
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F.
Ich liebe die Musik von Sofia Gubaidulina, besonders "Sieben
Worte", Silenzio und ihre zwei Solowerke für Akkordeon "De
Profundis" and "Et Expecto". Hat Professor Lips
irgendwelche Pläne, mehr Werke für Akkordeon von Gubaidulina zu
bestellen? Frage von Rocco A. Jerry
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A. Gubaidulina
hat mehrere gesagt, dass sie ein Konzert für Bajan und Orchester
schreiben wird. Sie ist jedoch sehr beschäftigt, sodass einige Zeit
vergehen wird, bis dieses Projekt verwirklicht werden wird.
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F.
Gubaidulina hat mehrer pädagogische Werke für Klavierstudenten
geschrieben. Denken Sie, man könnte sie ermutigen, für das Akkordeon
das gleiche zu tun? Frage von Rocco A. Jerry
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A. Nein.
Gubaidulina ist mit derart großen Auftragswerken beschäftigt, dass das
nicht möglich ist.
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F.
Sie haben oft mit anderen Instrumentalisten aufgenommen. Welche anderen
Instrumente passen am besten zum Timbre des Akkordeons?
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A. Ich mag
besonders Violoncello und Akkordeon, wie man es in Gubaidulina's Werk
"Sieben Worte" von 1982 finden kann.
Danach bemerkte man, dass das Akkordeon und das Cello sehr gut
zusammenpassen. Das war ein sehr populäres Stück, und es wurde sehr
gut gespielt.
S. Berinskij hat auch eine sehr interessante Komposition mit dem Titel
"Meereslandschaft" geschrieben. Dieses Werk für Violine und
Akkordeon dauert 15 Minuten.
Ich denke, dass das Akkordeon auch sehr gut zu Blasinstrumenten passt.
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F.
Welche ist Ihre Lieblings-CD und warum?
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A. Ich haben
einige Lieblingsstücke auf jeder CD, doch eines meiner persönlichen
Lieblingsstücke ist "Le Coucou" von Daquin. Heutzutage gibt
es viele Akkordeonaufnahmen und es ist nicht immer möglich zu sagen,
wer gerade spielt. Es gibt jedoch einige Stücke, die genau mein Stil
sind. Wenn jemand das hört, kann man sagen "das ist Lips". Zu
diesen gehören: Le Coucou - Daquin, La Poule - Rameau, 3. Sonate -
Solotarjow.
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F.
Wissen Sie, welche Ihrer CDs am meisten verkauft wurde?
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A. Dies ist sehr
schwer zu beurteilen, weil einige CDs bereits viel länger im Umlauf
sind als andere. Die beiden CDs, nach der die Leute ziemlich oft fragen,
sind "Russisch und Trepak" und "Encore".
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F.
Haben Sie auf Ihren Reisen viele begabte Akkordeonsolisten getroffen?
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A. Ich kenne
viele, die zu dieser Gruppe gehören, unter anderen:
Stefan Hussong (Deutschland)
Mika Väyrynen (Finnland)
Peter Soave (USA)
Inigo Aizpiolea (Spanien)
Yuri Shishkin (Russland)
Sergei Voitenko (Russland)
Alexander Sebastian (Russland)
Mogens Ellegaard ist meiner Meinung nach jener Akkordeonist, der am
meisten zur Entwicklung der Akkordeonbewegung beigetragen hat.
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F.
Welche andere Interessen und Hobbys außer Musik haben Sie?
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A. Ich halte
mich gerne in meiner Datscha außerhalb Moskaus auf. Ich mag die Sauna
und die angenehme frische Luft.
Ich betreibe jeden Morgen Gymnastik und schaue gerne abends die
Nachrichten im Fernsehen. Meine Familie möchte immer Filme sehen, während
ich lieber Nachrichten anschaue. Wir haben eine Lösung gefunden, indem
wir einen zweiten Fernsehapparat für die Küche angeschafft haben!
(Herbert
Scheibenreif sagte, dass Friedrich auch große Übung im
Telefonieren hat. Klarerweise läutet das Telefon den ganzen Tag.
Neulich machte sich Friedrich fertig, um auf den Flughafen zu fahren,
als das Telefon wieder läutete. Um keine Zeit zu verlieren, hielt seine
Frau das Telefon so ins Badezimmer, dass Friedrich gleichzeitig sprechen
und seine Zähne fertig putzen konnte!).
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F.
Wie verdient ein Akkordeonist in Russland zur Zeit seinen
Lebensunterhalt?
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A. Das Einkommen
kommt größtenteils von Konzerten und Workshops im Ausland.
Unterrichten ist in Russland sehr schlecht bezahlt.
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F.
1994 wurden Sie als "Volkskünstler" Russlands geehrt. Können
Sie uns mehr über diese Auszeichnung und ihre Wichtigkeit erzählen?
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A. Boris Jelzin
(Präsident von Russland) verlieh mir diese ruhmvolle Auszeichnung im
Kreml, und es wurde im nationalen Fernsehen übertragen. Es ist der größte
Titel in Russland! Rostropowitsch hat auch diese Auszeichnung bekommen.
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F.
Was betrachten Sie als Ihre größten Errungenschaften? Auf welche
musikalischen Leistungen sind Sie am meisten stolz?
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A. Ich habe etwa
50 Werke uraufgeführt, und einige dieser Werke werden eventuell zum
Standardrepertoire gehören.Diese neuen Kompositionen sind wirklich gute
Musik von Komponisten erster Güte und deshalb sehr bedeutsam.
Die von Friedrich Lips uraufgeführten Werke:
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Wl. Zolotariew:
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Sonata No. 2
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(Moskau, 1971)
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Wl. Zolotariew:
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Sonata No. 3
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(Moskau, 1972)
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A. Schurbin:
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Fantasie und
Fugue
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(Moskau, 1975)
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A. Schurbin:
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Toccata
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(Moskau, 1975)
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Wl. Zolotariew:
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Fünf
Kompositionen, Kindersuiten Nr 4 und 6, Ispaniada
|
(Moskau, 1976)
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Wl. Zolotariew:
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"Kloster
von Ferapont"
|
(Moskau, 1976)
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Wl. Zolotariew:
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Kindersuite Nr 5
|
(Moskau, 1978)
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Wl. Zolotariew:
|
Konzertsymphonie
Nr 1 für Bajan und Symphonieorchester
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(Moskau, 1978)
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K. Wolkow:
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Sonate No. 1
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(Moskau, 1977)
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K. Wolkow:
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Sonate No. 2
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(Moskau, 1980)
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S. Gubaidulina:
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De profundis
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(Moskau, 1980)
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A. Schurbin:
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Sonate No. 2
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(Moskau, 1982)
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P. Londonow:
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Scherzo-Toccata
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(Moskau, 1982)
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S. Gubaidulina:
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Partita für
Bajan, Violoncello und Kammerorchester "Sieben Worte"
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(Moskau, 1982)
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S. Gubaidulina:
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"Sieben
Worte " (F. Lips and W. Toncha - Cello,)
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(Moskau, 1982)
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A. Schurbin:
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Sonate No. 3
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(Moskau, 1984)
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S. Gubaidulina:
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Sonate "ET
EXSPECTO"
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(Moskau, 1987)
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E. Derbenko:
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Toccata
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(Moskau, 1987)
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E. Denisow:
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Fantasie über
sowjetische Lieder aus den 30er Jahren "Der Dampfer fährt am Hafen
vorbei" für Bajan, Klavier und Schlaginstrumente
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(Moskau, 1987)
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E. Derbenko:
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Präludium und
Toccata
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(Karstula,
Finnland, 1989)
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W. Beljajew:
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Sonate No. 1
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(Sotschi, 1990)
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S. Berinskij:
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"IL DOLCE
DOLORE" für Bajan und Violoncello
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(Moskau, 1991)
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A. Rosenblatt:
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"Walzer"
und "Blues für zwei"
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(Moskau, 1991)
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Wl. Zolotariew:
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Konzertsymphonie
Nr 2 für Bajan und Symphonieorchester, Dirigent I. Gromow
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(Moskau, 1991)
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K. Wolkow:
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"STICHIRA
Iwans des Schrecklichen" für Bajan und Violoncello, Lips and W.
Toncha
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(Moskau, 1991)
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S. Berinskij:
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Partita für
Bajan "ALSO SPRACH ZARATHUSTRA"
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(Brüssels,
1989)
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B. Precz:
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Präambel und
Toccata
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(Amsterdam,
1992)
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S. Gubaidulina:
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"SILENZIO"5
Stücke für Bajan, Violine und Violoncello
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(Moskau, 1992)
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S. Berinskij:
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"DREI STÜCKE"
in "mauvais" Stil für Bajan
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(Moskau, 1993)
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G. Rossini/E.
Derbenko:
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Tarantella
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(Moskau,, 1994)
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S. Berinskij:
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"MISERERE"
für Sopran, Bajan und Klavier F. Lips und Swjatoslaw Lips
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(Moskau, 1994)
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W. Kobekin:
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"Fest für
zwei" für Bajan und Schlaginstrumente
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(Klingenthal,
1995)
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B. Tarensken
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"Requiem"
für Bajan und Violoncello
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(Amsterdam,
1995)
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C. Larin:
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Drei Stücke für
Bajan
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(Amsterdam,
1995)
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S. Berinskij:
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Symphonie Nr 3 für
Bajan und großes Symphonieorchester "und der Himmel verfinsterte
sich" (Apokalypsis, Kapitel 6)
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(Moskau, 1996)
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A.Wustin:
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"Das
Verschwinden" für Bajan, Violoncello und Kammerorchester Lips and
W. Toncha
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(Moskau, 1996)
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E. Denissow:
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"Von der Dämmerung
zum Licht" für Bajan
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(Moskau, 1996)
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Schnittke:
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Zwei kleine Stücke
für Orgel (Version für Bajan)
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(Amsterdam,
1997)
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W. Rjabow:
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Strom der Liebe
- Capriccio für Bajan
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(Amsterdam,
1997)
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S. Berinskij:
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"Lichtwellen"
für zwei Bajane, F. Lips and M. Dekkers
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(Groningen,
1997)
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M. Bronner:
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Traumgarten für
Bajan und Violoncello, F. Lips and W. Toncha
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(Moskau, 1998)
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Ich bin auch
sehr glücklich mit meinen CDs. Ich habe mehr als 100 Werke aufgenommen,
dabei wird "Le Coucou", das gerade einige Minuten dauert,
genauso als ein Stück gerechnet wie "Bilder einer
Ausstellung", das eine ganze CD füllt.
Ich habe auf mehr als 20 CDs gespielt (auf einigen spiele ich nur ein Stück
wie Kammermusik oder Konzerte). Diese CDs sind auf drei Kontinenten veröffentlicht
worden
Meine Piazzolla CD wurde in Japan produziert und während meiner Tournee
in diesem Land am meisten verkauft. Diese CD wird in Russland ab nächster
Woche erhältlich sein.
Ich bin sehr stolz auf mein Buch "Die Kunst des Bajanspiels",
meine 30 Preisträger bei internationalen Wettbewerben (oben angeführt)
und die Konzertsäle, wo ich aufgetreten bin (oben angeführt).
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F.
Wo sehen Sie in der Zukunft den Platz des Akkordeons in der allgemeinen
Musikwelt?
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A. Fast jedes
Instrument begann als Volksinstrument, wie auch Schlagzeug und
Streichinstrumente. Das Akkordeon ist in vielen Ländern populär und
jetzt finden wir gerade unseren Platz auf der Bühne mit anderen
Instrumenten, aber es ist sehr wichtig, nicht den Kontakt zur Volksmusik
zu verlieren. Es ist in Ordnung, die Musik des 20. Jahrhunderts auf
zeitgenössischen Festivals zu spielen, aber für das allgemeine
Publikum müssen wir unsere Programme mischen: zeitgenössische Musik
und auch populäre Musik.
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F.
Welche Ziele verfolgen Sie zur Zeit in Ihrer Karriere und welche
Fortschritte sehen Sie dabei?
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A. Ich habe
alles erreicht, was man auf akademischem Gebiet erreichen kann. Ich habe
die ie gute Zusammenarbeit, die sie schon früher aufgebaut haben,
entwickelt sich auch heute noch weiter.
Mein Rat an junge Künstler ist es, junge Komponisten zu suchen und sie
zu Werken für das Akkordeon zu inspirieren, wodurch sich beide
weiterentwickeln und zusammen reifen können.
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F.
Welchen musikalischen Rat haben Sie für ambitionierte Akkordeonisten?
Frage von Dennis Van Stratten.
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A. Man muss ein
ausgewogenes Programm haben. Man muss mit anderen Instrumenten spielen
und mit neuen Komponisten arbeiten.
Am
Anfang pflegte ich die Komponisten unter meinen Kollegen um
Kompositionen zu bitten, nun kommen sie zu mir! 1951 schrieb Cholminow
die "Suite für Akkordeon". Nachdem er mich gehört hatte,
schrieb Cholminow jetzt ein brandneues Stück (seine zweite Komposition
für Akkordeon), die ich beim Bajan Festival in Moskau im kommenden
Dezember uraufführen werde. (Siehe das Foto des Manuskripts).
Um Gubaidulina als Beispiel zu nehmen: Lips kannte sie, bevor sie berühmt
war. Nach dem großen Festival in Boston 1988, wurde sie über Nacht
weltberühmt. Lips hatte Anteil an diesem Erfolg durch die Musik, die er
spielte. Die gute Zusammenarbeit, die sie schon früher aufgebaut haben,
entwickelt sich auch heute noch weiter.
Mein Rat an junge Künstler ist es, junge Komponisten zu suchen und sie
zu Werken für das Akkordeon zu inspirieren, wodurch sich beide
weiterentwickeln und zusammen reifen können.
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Letztes Update der angezeigten Seite:
30.April 2009, 22:09
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